Cthulhu war gestern! Der neue Gott aus dem Meer heißt Paul!

Inklusive des Spanien/Holland-Matches hat der knuddelige Kopffüßler tatsächlich alles richtig geraten, und selbst die hohe Mathematik kann nur ratlos zuschauen. Hätte das jemand dem guten Paul erzählt, als er 2008 in einem Sea Life in Waymouth, England geschlüpft ist, hätte er es wohl selbst nicht geglaubt. Hier 10 völlig unwichtige Fakten, mit denen ihr vielleicht demnächst bei Jauch punkten könnt. Oder beim Essen.

- Paul hat seinen Namen aus dem Gedicht “Der Tintenfisch Paul Oktopus” von Boy Lornsen, einem Sylter Autor, den man vielleicht von seinem wohl größten Erfolg “Robbi, Tobbi und das Fliwatüüt” kennt.

- Trotz seines hohen Alters von 3 Jahren hat er sich gut gehalten – im Gegensatz zu vielen Kollegen hat er noch alle acht Arme.

- 1999 wurden 34.262 Tonnen gewöhnlicher Krake weltweit gefangen, hauptsächlich für den menschlichen Verzehr. Paul hingegen darf nun in Rente gehen und den Ruhestand als Hellseher genießen.

- Kraken leben kiemenbedingt unter Wasser, vornehmlich am Boden, können jedoch auch kurze Landausflüge unternehmen, beispielsweise um Krabben oder Schnecken zu fangen.

- Die “Tinte” ist natürlich keine Tinte, sondern ein Sekret, welches durch beigemengten Schleim vom Tintenfisch sogar in grobe Formen gepustet werden kann. Damit ist sie toller als echte Tinte.

- Tintenfische haben im Gegensatz zu z.b. Menschen blaues Blut, da dieses bei ihnen statt Eisen Kupfer enthält. Das wiederum hat nichts mit unseren “blaublütigen” Königshäusern zu tun, diese Redewendung stammt von aristokratischen Familien Kastiliens im Mittelalter, die ihre Haut immer Hell hielten, damit ihre Adern blau schienen, um sie vom nichtspanischen (später: nichtaristokratischen) Pack zu unterscheiden.

- Oft als Gerücht abgetan: Tatsächlich können abgeschnittene Krakenarme auch allein weiter durch das Meer planschen. Dies haben sie einem hochentwickelten, einzigartigem Nervensystem zu verdanken, welches sich durch die Grabbelchen erstreckt.

- Tintenfische sind erwiesenermaßen die intelligentesten Weichtiere überhaupt, und laut vielen Wissenschaftlern ebenfalls intelligenter als die meisten, wenn nicht gar alle, Fischarten.

- Der größte bekannte Krake ist Enteroctopus dofleini, der (Nord-)Pazifische Riesenkrake, der an der amerikanischen Nordwestküste vorkommt. Er erreicht eine Armlänge von über 2 Metern.

- Holland hat sich für das Endspiel nicht auf Paul, sondern auf “Wunderpapagei” Mani verlassen. Dieser sagte nämlich einen Sieg der Oranjes bevor. Tja, leg dich nicht mit dem Oktopus an.

Bonusfakt: Paul hat zwei Twitteraccounts (hier und hier) und einen Blog. Uff!

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  1. Terranigma