Und wieder geht eine Ära zuende. Nachdem die User sich schon weitestgehend im Stillen von der guten, alten Diskette verabschiedet haben, ist es jetzt offiziell: Der Erfinder der Floppy-Disk, Sony, stellt die Produktion der kleinen magnetischen 1,44MB-Scheiben im Plastikmantel ein. Lange, lange Zeit hat uns die Scheibe datentechnisch über Wasser gehalten, und Innovationen wie mehrteilige Dateiarchive salonfähig gemacht. Sie diente den Büros, den Raubkopierern, den Datensammlern und hat selbst dann noch fleißig seine Arbeit getan, als ZIP-Drives, CD-Roms und Memorysticks an der Tagesordnung waren. Selbst heute besitzt so mancher Heimcomputer immer noch ein Diskettenlaufwerk, und sei es nur für eine Boot-Diskette. Verbatim, der größte europäische Hersteller von 3,5″-Disketten, will vorerst die Produktion fortsetzen. Immerhin werden europaweit noch ein bis zwei Millionen Plastikspeicherscheibchen pro Monat verkauft – wenn auch hauptsächlich in Richtung Russland.

Somit hätte es fast zum 30jährigen Jubiläum der 3,5″-Disk gereicht, deshalb erkläre ich hiermit 2011 zum Jahr der Diskette! Hurra!

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