Also: Zuerst wird uns von Ubisoft an die Backe geklatscht, dass deren Videospielen zukünftig keine Anleitung auf Papier mehr beiligen wird. Wenn wir Glück haben, erwartet uns dann ein interaktives “Heft”, wenn wir Pech haben, eine Art PDF zum durchlesen am Monitor (oder gar zum Download). Großartig. Und als ob das nicht reichen würde, gehen die Preise für Spiele immer weiter fröhlich in den Himmel von Absurdistan.

Wer wirklich daran glaubt, die demnächst erscheinende Starcraft II – CE für den UVP von knapp 80 Euro abstauben zu können, hat die Rechnung ohne die Shops gemacht – schon jetzt wird das Ding für weit jenseits der 100er-Grenze reserviert. Nicht ganz so teuer, aber dafür offiziell 130 Euro darf für die CE von Halo Reach gelatzt werden. Und erst kürzlich drängten sich über 70.000 WoW-Spieler in die Warteschlange zum Erwerb eines Ingame-Pferdchens für sage und schreibe 20 Tacken.

Kommt schon, mir ist klar, dass echte Sammler gerne etwas mehr Geld auf den Tresen werfen, wenn sie dafür einen entsprechenden Gegenwert bekommen, aber die effektiven Preise, die man zukünftig für eine beiligende Plastikstatuette leisten darf, sind doch meilenweit an der Realität vorbei. Wenn man Glück hat, gibt es noch eine Soundtrack-CD (die den Hersteller so ziemlich nix kostet) und ein “Artbook” in CD-Heftchenformat. Mensch, sowas lag zu seligen Ultima-Zeiten JEDEM halbwegs großen PC-Spiel bei! Zum Standardpreis! Ohne Collectors-Unsinn, der längst nicht mehr auf Sammler abzielt, sondern auf einen künstlich erzeugten Run auf die doppelt so teure Version des gleichen Spieles.

Ich mache diesen Unsinn nicht mehr mit. Liebe Publisher, eure sogenannten CEs könnt ihr euch, mit Verlaub, in die Haare schmieren. Die olle Figur aus Altplastik kann ich mir zwei Wochen später eh für ‘nen Zehner auf Ebay kaufen. Ha!

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