Und Videospiele sind DOCH Kultur!
August 14th, 2008Jetzt sogar offiziell! G.A.M.E., der Bundesverband der Entwickler von Computerspielen ist nun endlich im Deutschen Kulturrat aufgenommen worden. Errungen wurde dieser Platz durch die Argumentation, dass “die Branche Auftraggeber sei für Künstler unterschiedlichster Sparten wie Designer, Drehbuchautoren bis hin zu Komponisten.”
G.A.M.E. darf sich jetzt im Bereich für Film und audiovisuelle Medien des Rats breitmachen.
Malte Behrmann, Chef des Verbandes, in dem natürlich sämtliche großen deutschen Spieleschmieden und Publisher von Ascaron bis Yager Developement sowie diverse Hardwarehersteller und Internetnetzwerke wie Krawall ansässig sind, nannte die Entscheidung einen “Meilenstein für die deutsche Medienpolitik”, damit sei “die Spieleindustrie endgültig im kulturellen Bereich angekommen”.
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Kulturrates scheint seiner Meinung zu sein:
“Im letzten Jahr galt es so manchen Strauß auszufechten, wenn es darum ging, deutlich zu machen, dass Computerspiele zum Kulturbereich gehören.”













Wie fechtet man denn einen Strauß aus?
Frag mich nicht. Das Zitat hab ich so von Spon übernommen, das steht da tatsächlich so – Ich dachte sowas wie “gut, vielleicht kenn nur ich das nicht..”
Das ist tatsächlich eine alte Redewendung, die benutzt nur keiner mehr, außer man ist im Kulturrat.
Und dass man schon Kultur ist, nur weil gelegentlich mal Künstler beschäftigt ist eine absurde Definition. Es soll sogar Pornofilme geben, die Künstler beschäftigen – hab ich gehört.
Finde es allgemein zwar toll, die Argumentation an sich stellt sich für mich aber auch irgendwie ziemlich dünn und fadenscheinig dar.