helm1.jpgJaja, davon gab es schon viele Versuche, doch das hier könnte funktionieren:

Das Epoc Neuroheadset, hergestellt von Emotiv Systems ist fast fertig! Schon letztes Jahr gab es erste Vorstellungen, und jetzt kommt das Teil bald (naja) auf den Markt.

Die Hard- und Softwarekombination des Epoc schafft es tatsächlich, Gehirnwellen so zu interpretieren, dass Benutzer ohne Fremdeinwirkung und störungsfrei Objekte auf dem Bildschirm ausschliesslich mit ihren Gedanken kontrollieren können.
Und das funktioniert so: Die Software hat verschiedene Wahlmöglichkeiten für bestimmte Aktionen, die man ausführen kann. Während der zur Zeit stattfindenden Game Developers Conference in San Francisco konnten Interessierte ausprobieren, wie sich das Ding verhält, und zwar in kleinen Minispielchen, die Mario Party zur Ehre gereichen würden.

Bevor der Spaß wirklich losgeht, macht der User einen kurzen, circa sechssekündigen Test, bei dem er sich auf irgendetwas (egal, was) konzentriert, fokussiert, entspannt und so weiter. Dann erscheint beispielsweise ein Würfel auf dem Screen. Durch exaktes Wiederholen der gedanklichen Emotionen von eben kann der User nun diesen Würfel zum verschwinden bringen. Schwierigere Aufgaben ermöglichten es beispielsweise, den Würfel ganz Geller-Style per Hirnpower durch die Gegend zu ziehen, zu drücken, ihr wisst schon. Jedenfalls bringen einen diese Spielereien schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: Es kommt nicht darauf an, den Kubus mit einem ständigen “Schiebschiebschieb” im Kopf zu bewegen, es reicht völlig, sich vollständig an den Besuch der Schwiegermama vorgestern zu erinnern. Oder sich anderweitig zu konzentrieren. Im Grunde werden “nur” Muster erfasst, und auch wenn das zweifellos schon eine beachtliche technische Leistung ist, enttäuscht es dann doch ein wenig.

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Auch andere Spielereien hat Emotiv eingebaut, wie etwa eine Scanningtechnologie für die Gesichtsbewegungen und Emotionsausdrücke, was dann wieder an dieses Wie-Grinse-Ich-Richtig-Spiel für den DS erinnert.

kada.pngTrotz allem ist das alles noch als Prototyp bezeichnet, doch laut Emotiv soll das kluge Helmchen Ende des Jahres für 299$ verfügbar sein, zusammen mit einem Spiel gebundlet, welches zeigen soll, was in dem kleinen Drahtplastikgestell steckt.

Die Vergangenheit zeigt, dass die Spielerschaft zwar grundsätzlich skeptisch ist, was teure Zusatzhardware angeht, aber jedes Produkt im Grunde eine faire Chance bekommt. Ob uns mit dem Epoc jetzt ein zweites Guitar Hero oder doch eher ein Gametrak erwartet – wir werden sehen.

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